on tour durch

Aachen

Erster Halt: St. Bonifatius in Aachen-Forst

Oder, wie sie hier sagen, der „Schwarz-Bau“ – benannt nach Architekt Rudolf Schwarz. Wie so viele Kirchen steht auch St. Bonifatius mitten im Transformationsprozess. Bei einer exklusiven „Sneak-Preview“ konnten wir studentische Entwürfe für neue Nutzungen diskutieren und die besondere Architekur des Kirchenraumes auf uns wirken lassen. Dass die Bonifatius-Kirche nicht etwa im Dornröschenschlaf versinkt, sahen wir am Kirchgarten. Der Quartiersgarten wird seit knapp 2 Jahren von engagierten ForsterInnen gemeinsam mit der Stadt Aachen entwickelt. Die Initiatorin schilderte uns, wie aus einer Idee ein echtes Nachbarschaftsprojekt wurde – und das mit Wurzeln bei plan-lokal: Der Gedanke zum Quartiersgarten entstand nämlich in einem unserer damaligen Quartiersdialoge zum ISEK-Prozess „Zukunft Forst“.

Von der Kirche zum Bunker

Nur ein paar Schritte weiter erhebt sich der einst triste Betonriese an der Zeppelinstraße. Wo sich früher Sperrmüll türmte, wachsen heute Pflanzen, und statt Betongrau dominiert nun ein imposantes Wandkunstwerk das Geäbude. Dank Begrünung, Beeten, Sitzgelegenheiten und viel Engagement der Nachbarschaft hat sich der Ort in einen neuen Treffpunkt für Forst verwandelt.

Dritte Station: Burg zu entwickeln ?!

An der Stelle der einst stolzen Burg Schönforst, später Standort der Tuchfabrik Niessen, herrscht aktuell noch Stillstand. Verflochtene Eigentumsfragen und komplexe denkmalpflegerische Prozesse  halten die Entwicklung noch zurück. Doch spannende Konzepte liegen schon bereit – eine Mischung aus Wohnen, Arbeiten verbunden mit einem Schuss Burgromantik.

Zwischen Geschichte und Ashpahltkunst: die Forster Linde

Fast 1000 Jahre schon, steht die Forster Linde – ein grünes Urgestein im Stadtteil. Hier begegneten wir erneut Spuren unserer Arbeit: Ein Bodenkunstwerk von Künstlerin Patricia Graf entstanden im Rahmen des ISEK-Prozesses, setzt den Platz rund um die Linde und die Kirche eindrucksvoll in Szene und lädt zum Verweilen ein.

Finale: Vom Parken zum Spielen – das Büchel-Areal

Dort, wo früher Autos dominierten, rollen heute Kinderwägen: das Projekt „Büchel“ mitten im UNESCO-Welterbe rund um den Aachener Dom. Mit Frau Antje Eickhoff von der SEGA erkundeten wir das Gelände und erfuhren, wie hier zukunftsweisende Stadtplanung mit Bürgerbeteiligung und Nachhaltigkeit zusammenkommt. Auch die Umnutzung der benachbarten Horten-Filiale fand im Team breite Begeisterung.

Nach einem kurzen Blick in den Dom, Printenkauf und einem wohlverdienten Feierabendbier (der Bahkauv ließ sich zum Glück nicht blicken) ging es zurück Richtung Dortmund.