Strukturkonzept Tagesanlagen und Kohlebunker Hambach – Niederzier

Gemeinsam mit AkteurInnen des Strukturwandels wurden vier Rahmenkonzepte für eine Nachnutzung der Tagesanlagen und des Kohlebunkers am Tagebau Hambach erstellt. Plan-lokal führt die Ansätze nun in einem finalen Strukturkonzept zusammen.

Vor dem Hintergrund der Beendigung der Braunkohleverstromung und der betrieblichen Nutzung des Tagebaus Hambach ab 2030 beschäftigt sich auch die Gemeinde Niederzier mit der Frage: „Was kommt nach der bergbaulichen Inanspruchnahme der Flächen und wie können die freiwerdenden Flächenpotenziale in Zukunft optimal nachgenutzt werden?“

In der ersten Hälfte des Jahres 2023 entwickelte die Perspektive.Struktur.Wandel GmbH (PSW) deshalb in Zusammenarbeit mit der Gemeinde Niederzier und der Neuland Hambach GmbH erste Ideen für die zukünftige Nutzung der Fläche. Diese Ideen sollen nun von plan-lokal zu einem endgültigen Strukturkonzept zusammengeführt und im Frühjahr 2024 dem Rat der Gemeinde Niederzier vorgelegt werden. Das Ziel besteht darin, die etwa 120 Hektar große Fläche in ein Vorzeigeprojekt für nachhaltigen Strukturwandel im Rheinischen Revier zu verwandeln. Dies soll durch innovative städtebauliche, verkehrstechnische und multifunktionale Lösungen erreicht werden, die sich adaptiv an zukünftige Entwicklungen anpassen können.

16. September 2024Von Hambach zu HAM_MACH: Wenn aus Flächen des Braunkohleabbaus Flächen der Zukunft werden

Flächentransformation statt Flächenkonversion: Unter diesem Leitmotiv steht das bisher größte Projekt in der Geschichte von plan-lokal, zumindest bezogen auf die Hektarzahl. Am Donnerstag, den 12. , fand das knapp einjährige Projekt „Strukturkonzept Tagesanlagen Hambach und Kohlebunker – von Hambach zu HAM_MACH“ seinen Abschluss. Gemeinsam mit der Gemeinde Niederzier, der Perspektive Strukturwandel, NRW URBAN und der Flächeneigentümerin RWE Power AG wurde ein zukunftsweisendes Konzept erarbeitet.

Das Strukturkonzept zielt auf eine umfassende Transformation der derzeit noch bergbaulich genutzten Areale hin zu einem bisher einzigartigen Gebiet ab, welches Wirtschaften, Arbeiten sowie Freizeit und Tourismus miteinander vereint. Dabei stehen drei Kernbereiche im Fokus: innovative Flächennutzung, ein zukunftsorientiertes und robustes Mobilitätskonzept sowie eine nachhaltige und enkelgerechte Grün- und Freiraumgestaltung. Stets mit dem Fokus darauf, die lokalen Verhältnisse sowie Bedürfnisse der Niederzierer und Niederziererinnen zu berücksichtigen und durch die Flächenentwicklung einen echten Mehrwert für die Gemeinde zu schaffen.

Ein zentrales Element des Strukturkonzepts ist die Implementierung eines flexiblen Flächensystems. Dieses soll Investoren und Entwicklern zügig Raum für ihre Projekte bieten und dabei einen schnellen Zugriff auf nicht mehr benötigte Flächen durch den Bergbaubetreibenden garantieren. Ziel ist es, den Verlust von Arbeitsplätzen durch den Kohleausstieg zu kompensieren, neue, zukunftsfähige Arbeitsplätze zu schaffen und innovative Unternehmen anzusiedeln.

Die von plan-lokal erarbeiteten Konzepte und Strategien dienen als Fundament für die Umgestaltung, als praktisches Werkzeug zur Umsetzung und als richtungsweisender Kompass für die Entwicklung. Gemeinsam streben die Gemeinde Niederzier und die RWE Power AG danach, diese Flächen in einen Zukunftsstandort von nationaler Bedeutung für das Rheinische Revier zu verwandeln. Im Rahmen des Bürgerdialogs stellten Lukas Breil und Gereon Schmelter einer breiten Öffentlichkeit das Strukturkonzept vor und beantworteten die Fragen der Anwesenden zu den Planungen.

Es wird erwartet, dass die ersten Flächen bereits Mitte der 2020er Jahre in eine Bergbaufolgenutzung überführt werden können.

Der ambitionierte Zeitplan zeigt, dass die Projektbeteiligten der Leitidee von Bürgermeister Frank Rombey und dem von plan-lokal formulierten Projektslogan folgen: Ins „Doing“ kommen und machen; eben „HAM_MACH – „Was im Revier erdacht, wird hier gemacht!“

17. November 2023Auftakttermin für das Strukturkonzept „Tagesanlagen Hambach & Kohlebunker“

Unter fachkundiger Begleitung von Herrn Tobias Klöhn, Elektroingenieur bei RWE Power im Bereich Tagebaue, besuchte das Projektteam von plan-lokal Anfang November gemeinsam mit VertreterInnen der Gemeinde Niederzier und der Perspektive.Struktur.Wandel GmbH (PSW) die Tagesanlagen sowie den Kohle- und Lössbunker Hambach in der Gemeinde Niederzier im Rheinischen Braunkohlerevier. Mit dem Expeditionsbus ging es nicht nur an die Abbaukante des Tagebaus Hambach sondern auch zu verschiedenen Punkten innerhalb des Projektareals.

Das Team plan-lokal freut sich auf eine erfolgreiche Zusammenarbeit mit allen Beteiligten!

Thomas Scholle
Ihr Ansprechpartner bei plan-lokal
+49 231 952083-0
Gereon Schmelter
Ihr Ansprechpartner bei plan-lokal
+49 231 952083-38
Lukas Breil
Ihr Ansprechpartner bei plan-lokal
+49 231 952083-37

Projektdaten

Laufzeit

2023

Werkzeuge

Schlüsselpersonengespräche
Schlüsselpersonengespräche, z.B. in Form von Leitfadeninterviews, erschließen spezifischen örtliches oder fachliches Wissen und ermöglichen dabei ein äußerst differenziertes Abhandeln relevanter Themen und Sichtweisen.
Zukunftswerkstätten, World Café, Open Space & Co
Das konzeptionelle Grundgerüst von Workshops basiert auf unterschiedlichen Methoden. Eine der Wesentlichen davon ist die Zukunftswerkstatt (nach Robert Jungk), die sich in ihren Grundüberlegungen und Arbeitsweisen in nahezu allen Workshopkonzepten wiederfindet. World Café und Open Space eröffnen methodisch die Möglichkeit mit großen Gruppen zu arbeiten und dabei ein individuelles Einbringen aller Teilnehmer zu ermöglichen. Abgerundet durch eigene Formatentwicklungen wird für jeden Workshop das methodische Fundament gefunden.
Workshops
Das mögliche Spektrum von Workshops ist hinsichtlich der Fragestellungen, Themen, Zielgruppen und Veranstaltungsformate weit gespannt. Jeder Workshop bzw. jede Workshopreihe wird individuell entworfen und methodisch konzipiert. Die Klärung der Rahmenbedingungen und Veranstaltungsziele sowie der Erwartungen und Erfolgskriterien erfolgt im Rahmen der Abstimmung mit dem Auftraggeber und bildet die Basis für die konzeptionelle Vorbereitung.