Prima. Klima. Ruhrmetropole – Begleitung von acht innovativen Energiequartieren

Bis 2029 entstehen in der Metropole Ruhr acht innovative Energiequartiere, die als Vorbilder für die Region dienen sollen. Im interkommunalen Projekt „Prima. Klima. Ruhrmetropole.“ übernimmt plan-lokal gemeinsam mit Gertec und Klimaagentur Rhein-Ruhr dabei das Sanierungs- und Kommunikationsmanagement in Hagen Wehringhausen und Lünen Brambauer, um den Wandel aktiv zu begleiten und lokale Akteur:innen zu vernetzen.

Das interkommunale Projekt „Prima. Klima. Ruhrmetropole.“ verfolgt das Ziel, energetische Sanierung von Gebäuden und klimagerechte Stadtentwicklung miteinander zu verknüpfen. Bis 2029 sollen bis zu acht innovative Energiequartiere in der Metropole Ruhr entstehen. Das Vorhaben wird durch das Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung des Landes Nordrhein-Westfalen gefördert und soll als Vorbild für weitere Stadtquartiere in der Region dienen. Bottrop, Duisburg, Essen, Gelsenkirchen, Hagen, Lünen, Oberhausen und Xanten haben sich in einem Wettbewerbsprozess als Prima.Klima.Ruhrmetropolen qualifiziert.

Als Teil eines interdisziplinären Konsortiums, zu dem auch Gertec und die Klimaagentur Rhein-Ruhr gehören, übernimmt plan-lokal das Sanierungs- und Kommunikationsmanagement für die Quartiere Hagen Wehringhausen und Lünen Brambauer. Die Aufgabe besteht darin, die klimagerechte Umgestaltung dieser Stadtteile aktiv zu begleiten. Hierbei setzen wir auf eine enge Zusammenarbeit mit lokalen Akteur:innen, Eigentümer:innen und Bewohner:innen. Neben einer Anlaufstelle für Beratungsleistungen zur energetischen Sanierung und Energiesparen wird das Sanierungsmanagement Aktionen zu verschiedenen klimarelevanten Themen initiieren. Darüber hat das Sanierungsmanagement eine koordinierende Rolle, um Städtische, wohnungswirtschaftliche und weitere institutionelle Prozesse zu vernetzen und so eine klimafreundliche Entwicklung aktiv voranzutreiben.

20. Februar 2026Dem Wärmeverlust auf der Spur – Thermospaziergang in Wehringhausen

Am 18. Februar 2026 fand in Wehringhausen der Thermospaziergang „Dem Wärmeverlust auf der Spur!“ statt. Das Sanierungsmanagement führte gemeinsam mit dem Nachhaltigkeitszentrum Hagen e. V. sowie einem lokalen Ingenieur und Energieberater den Spaziergang quer durch das Quartier durch. Dabei wurden unterschiedliche Häuser aus verschiedenen Bauzeiten und Gebäudetypen betrachtet. Mithilfe einer Wärmebildkamera konnten typische Wärmeverluste und energetische Schwachstellen sichtbar gemacht werden. Vor Ort erhielten die Teilnehmenden konkrete Hinweise zu Wärmebrücken, energetischen Problemstellen sowie zu möglichen Maßnahmen. Der Thermospaziergang bot damit eine anschauliche Gelegenheit, mehr über die energetische Beschaffenheit der Gebäude im Quartier zu erfahren, Wehringhausen – teils auch durch rückwärtige Gartenbereiche – aus einer neuen Perspektive kennenzulernen und miteinander ins Gespräch zu kommen. Neben den fachlichen Informationen stand insbesondere der persönliche Austausch zwischen Eigentümer*innen und Fachleuten im Mittelpunkt

23. September 2025„Ein autofreies Wochenende – parking day in Wehringhausen“

Prima.Klima.Wehringhausen war dabei – beim internationalen Parking Day 2025 am 20. September – und verwandelte gemeinsam mit vielen weiteren engagierten Akteur*innen die Lange Straße in Wehringhausen in einen lebendigen Freiraum. Auf rund 300 Metern gesperrter Straße entstanden temporäre Parks, Sitzgelegenheiten, Spielbereiche und grüne Inseln. Ziel war es, sichtbar zu machen, wie viel Platz Autos im öffentlichen Raum einnehmen und damit eindrucksvoll zu zeigen, wie viel Lebensqualität durch eine alternative Nutzung dieser Flächen entstehen kann. Schon beim Aufbau wurde deutlich, wie groß die Resonanz im Quartier war: Bewohner*innen, Gastronom*innen und Kinder nutzten sofort die neuen Flächen, viele halfen auch motiviert beim Aufbau und Gestalten mit. Am Stand des Sanierungsmanagements wurde sich über Ideen für zukünftige Klima-Aktionen ausgetauscht, Fragen zu energetischer Sanierung und Klimaanpassung besprochen. Vor dem co-werk wurde das dauerhafte Parklet mit einer gemeinsamen Pflanzaktion eröffnet. Auf Initiative des Nachhaltigkeitszentrums bleibt dort zunächst bis Ende des Jahres ein Parklet bestehen – ein Ort, an dem die Bewohner*innen des Stadtteils nun verweilen können. So wird ein Stück der Parking-Day-Idee in den Alltag des Quartiers übertragen und macht Tag für Tag erfahrbar, wie viel Lebensqualität auf nur 10 m² Parkplatz entstehen kann.

Carmen Mühle
Ihre Ansprechpartnerin bei plan-lokal
+49 231 952083-25
Dennis Sakowski
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+49 231 952083-0
Nina Christ
Ihre Ansprechpartnerin bei plan-lokal
+49 231 952083-16
Lea Heer
Ihre Ansprechpartnerin bei plan-lokal
0231-952083-26

Projektdaten

Laufzeit

2024 - 2029

Werkzeuge

Aktivierende Beteiligung
Aktionen einer aktivierenden Beteiligung (z. B. Stadtteilputz, Pflanzaktionen, Wohnumfeldgestaltung) fördern bürgerschaftliches Engagement und erhöhen die Identifizierung mit Quartieren oder dem individuellen Wohnumfeld.
Runder Tisch
Soll bei einem klar umrissenen Teilnehmerkreis eine Einigung zu bestimmten Fragestellungen erreicht werden, bietet sich die Durchführung eines Runden Tisches an. Das genaue Sondieren von bestehenden Interessen und Zielen, das Aufdecken möglicher Konflikte und vor allem die Suche nach Konsenskorridoren charakterisieren die Arbeit eines Runden Tisches.
Schlüsselpersonengespräche
Schlüsselpersonengespräche, z.B. in Form von Leitfadeninterviews, erschließen spezifischen örtliches oder fachliches Wissen und ermöglichen dabei ein äußerst differenziertes Abhandeln relevanter Themen und Sichtweisen.
Stadtteilspaziergänge
Stadtteilspaziergänge mit interessierten Bürgern oder ausgewählten Zielgruppen (z. B. Kinder und Jugendliche) transportieren Alltagserfahrungen und gruppenspezifische Sichtweisen in Planungsprozesse. Der diskursive Austausch vor Ort qualifiziert und bereichert die analytische und konzeptionelle Projektarbeit.
Workshops
Das mögliche Spektrum von Workshops ist hinsichtlich der Fragestellungen, Themen, Zielgruppen und Veranstaltungsformate weit gespannt. Jeder Workshop bzw. jede Workshopreihe wird individuell entworfen und methodisch konzipiert. Die Klärung der Rahmenbedingungen und Veranstaltungsziele sowie der Erwartungen und Erfolgskriterien erfolgt im Rahmen der Abstimmung mit dem Auftraggeber und bildet die Basis für die konzeptionelle Vorbereitung.