Partizipation Kampstraße Dortmund

Die Dortmunder Kampstraße steht vor einem umfassenden Wandel. Unter dem Namen „RE:START Kampstraße“ wird die zentrale Verbindung zwischen der „Stadtbahnhaltestelle Reinoldikirche“ und dem Petrikirchhof neu gedacht und zukunftsweisend umgestaltet. Damit die Kampstraße ein Ort für alle Dortmunder*innen wird, wurde plan-lokal beauftragt, die Stadtgesellschaft intensiv zu beteiligen!

Ein grüner und urbaner Raum für alle

Die neue Kampstraße soll zu einer grünen Innenstadtstraße werden, die Aufenthaltsqualität, Klimawandelanpassung, verkehrliche Aspekte aber auch technischen Anforderungen z.B. von Schaustellern und Markbetreibenden miteinander vereint. Neben der erhöhten Aufenthaltsqualität soll diskutiert werden, die Kampstraße weiterhin als eine wichtige Ost-West-Verbindung durch die City zu stärken. Der Fokus auf einen geordneten Fuß- und Radverkehr und lediglich mit einer Freigabe für Rettungs-, Liefer- und Linienverkehre soll durch dieses Projekt geprüft werden.

Damit die Kampstraße zu einem Wohlfühlort für Besucher*innen der Dortmunder Innenstadt wird, sind die Ideen, Anregungen und Wünsche der Bevölkerung gefragt.

Die gewonnenen Erkenntnisse und Anregungen aus dem Beteiligungsprozess werden in einer Aufgabenstellung zusammengefasst, die als Grundlage für die Weiterentwicklung und Konkretisierung dient. Ein freiraumplanerischer Ideenwettbewerb zur Kampstraße wird in der zweiten Jahreshälfte 2025 stattfinden, teilnehmende Architekturbüros werden auf dieser Vorschläge zur Umgestaltung des zentralen Bereichs der Kampstraße ausarbeiten können.

26. Mai 2025Kampstraßen:DNA – Dortmunder*innen formulieren Ideen für ihren innerstädtischen Sehnsuchtsort

Rund 100 Dortmunderinnen und Dortmunder beteiligten sich am Mittwoch im Rathaus aktiv an der Planung zur Zukunft der Kampstraße. Bei der Dialogveranstaltung des Stadtplanungs- und Bauordnungsamtes, die von plan-lokal konzipiert, organisiert und moderiert wurde. Neben einem Rückblick auf die schon durchgeführten Partizipationsformate und ersten Erkenntnisse aus dem PLAN-PORTAL wurden in einer interaktiven Phase nochmals zahlreiche Ideen für die Umgestaltung des zentralen Innenstadtbereichs zwischen Reinoldikirche und Petrikirchhof gesammelt.

Im Mittelpunkt der Wünsche stehen mehr Grünflächen, schattige Plätze, öffentliche Toiletten, Flächen für Boule und Tanz, eine Bühne für Straßenmusiker sowie konsumfreie Aufenthaltsbereiche. Viele Teilnehmende sprachen sich zudem für eine autofreie Kampstraße und mehr Wasser- und Spielelemente aus, um die Aufenthaltsqualität zu steigern und dem Klimawandel entgegenzuwirken.

Planungsdezernent Stefan Szuggat betonte zum Auftakt der Veranstaltung: „Dass alle Interessierten vielfältig mitwirken und ihre Ideen einbringen können, das kennzeichnet diese Neuauflage der Planung für die Kampstraße. Wir machen das, damit der Rat der Stadt Ihre Stimme hört und in die Entscheidung über die Umgestaltung einbinden kann.“

Baudezernent Arnulf Rybicki fasste die Vielfalt der Vorschläge zusammen: „Die Kampstraße scheint ein Sehnsuchtsort zu sein für alle Dinge, die man in der Stadt vermisst.“ Auch Bezirksbürgermeisterin Astrid Cramer zeigte sich beeindruckt vom Engagement der Bürgerinnen und Bürger: „Es hat sich gezeigt, wie stark der Wunsch ist, die Kampstraße für sich zu nutzen – nicht nur für Konsum, sondern auch als konsumfreien Raum.“

Renée Tribble, Professorin für Städtebau an der TU Dortmund, regte an, den Raum experimentell und in seiner ganzen Breite zu denken: „Experimentieren, was funktionieren kann, ist eine Chance, bei der man Menschen mitnehmen kann. Bis zum Beginn der Umbauarbeiten bietet sich die Kampstraße daher perfekt als innerstädtisches Testlabor z.B. für Pop-up Maßnahmen an um herauszufinden was funktioniert und was nicht.“

Das Team von plan-lokal dankt allen Beteiligten und vor allem dem Technikteam des Rathauses Dortmund für die Unterstützung bei der Organisation der Veranstaltung.

14. Mai 2025KAMP:WALKS – Perspektivwechsel auf der Kampstraße

Wie unterschiedlich die Kampstraße an einem Freitagabend und an einem Samstagnachmittag erlebt wird, konnten Bürger*innen am 9. und 10. Mai bei den KAMP:WALKS erfahren. Gemeinsam mit zwei Vertreter*innen des Tiefbauamtes der Stadt Dortmund, dem Dortmunder Nachtbeauftragten Christoph Stemann (Freitag) sowie Vertreter*innen des behindertenpolitischen Netzwerks und des Vereins bodo e.V. (Samstag) wurden spannende Einblicke auf die Kampstraße ermöglicht.

Im offenen Austausch wurden Bedürfnisse, Wünsche, aber auch Ängste und Kritikpunkte direkt vor Ort angesprochen. Gemeinsam entstanden erste kreative Ideen, wie die Kampstraße zu einer „Straße für Alle“ werden kann. Die vielfältigen Perspektiven und Anregungen der Teilnehmenden sind ein wertvoller Beitrag für die zukünftige Gestaltung der Kampstraße.

Wir bedanken uns herzlich bei allen Beteiligten für das große Engagement und die inspirierenden Gespräche!

7. Mai 2025DORTBUNT auf der Kampstraße – 18 qm, ein ausgerollter Teppich und kistenweise bunte Steine

Am 04.05.2025 war es so weit: steinreich und plakativ haben wir beim DORTBUNT-Fest die Besucherinnen eingeladen, gemeinsam mit uns über die Zukunft der Kampstraße zu sprechen. Unsere Themenplakate mit Fragen rund um die Kampstraße luden dazu ein, Ideen zu teilen und aktuelle Bereiche zu bewerten – was rege genutzt wurde!

Auch die jüngsten Stadtbewohner*innen kamen nicht zu kurz: Mit bunten Bausteinen bauten die kleinen Stadtplaner*innen ihr ganz persönliches Stück Kampstraße und zeigten uns, wie sie sich die Innenstadtachse künftig vorstellen.

Am Ende entstand ein knapp zwei Meter langes Baustein-Modell, das uns im Projektverlauf als Inspirationsquelle und Ideengeber begleiten wird. Und wer weiß – vielleicht werden Visionen wie ein „grüner Wald“ oder „Spielplätze für alle“ ja tatsächlich Realität. Wir von plan-lokal setzen uns jedenfalls dafür ein!

Ein herzliches Dankeschön an alle Bürgerinnen für die tolle Beteiligung und an die engagierten Kolleginnen aus dem Stadtplanungs- und Bauordnungsamt für die großartige Zusammenarbeit

Steinreich sind wir nur geworden, weil uns die „Bunte-Steine-Werkstatt“ https://www.bunte-steine-bochum.de/ aus Bochum-Langendreer zehn volle Bausteinkisten zur Verfügung stellte. Dafür bedanken wir uns sehr.

Dennis Sakowski
Ihr Ansprechpartner bei plan-lokal
+49 231 952083-0
Lara Prinzwald
Ihre Ansprechpartnerin bei plan-lokal
+49 231 952083-18
Lara Renée Vogel
Ihre Ansprechpartnerin bei plan-lokal
+49 231 952083-19
Gereon Schmelter
Ihr Ansprechpartner bei plan-lokal
+49 231 952083-38

Projektdaten

Laufzeit

2025-2026

Auftraggeber

Stadt Dortmund
Stadtplanungs- und Bauordnungsamt

Werkzeuge

Aktivierende Beteiligung
Aktionen einer aktivierenden Beteiligung (z. B. Stadtteilputz, Pflanzaktionen, Wohnumfeldgestaltung) fördern bürgerschaftliches Engagement und erhöhen die Identifizierung mit Quartieren oder dem individuellen Wohnumfeld.
Bürgerforen
Bürgerforen richten sich offen an einen im Vorfeld zu definierenden Bevölkerungskreis. Hierbei kann es sich um die gesamte Bürgerschaft einer Stadt handeln, aber ebenso um die eines Stadtteils oder eines Quartiers. Die Foren können sowohl thematisch offen sein, wie auch auf konkrete Fragestellungen ausgerichtet werden. Bei komplexen Projekten der Stadt-, Gemeinde- oder Dorfentwicklung bieten sich Bürgerforen z. B. als Auftakt- und Abschlussveranstaltung an.
PLAN-PORTAL
Mit der Eigenentwicklung des Online-Beteiligungstools PLAN-PORTAL wird eine umfassende Plattform zur interaktiven Bürgerbeteiligung angeboten, die sich durch hohe Anwenderfreundlichkeit und Flexibilität auszeichnet.
Schlüsselpersonengespräche
Schlüsselpersonengespräche, z.B. in Form von Leitfadeninterviews, erschließen spezifischen örtliches oder fachliches Wissen und ermöglichen dabei ein äußerst differenziertes Abhandeln relevanter Themen und Sichtweisen.
Workshops
Das mögliche Spektrum von Workshops ist hinsichtlich der Fragestellungen, Themen, Zielgruppen und Veranstaltungsformate weit gespannt. Jeder Workshop bzw. jede Workshopreihe wird individuell entworfen und methodisch konzipiert. Die Klärung der Rahmenbedingungen und Veranstaltungsziele sowie der Erwartungen und Erfolgskriterien erfolgt im Rahmen der Abstimmung mit dem Auftraggeber und bildet die Basis für die konzeptionelle Vorbereitung.
Stadtteilspaziergänge
Stadtteilspaziergänge mit interessierten Bürgern oder ausgewählten Zielgruppen (z. B. Kinder und Jugendliche) transportieren Alltagserfahrungen und gruppenspezifische Sichtweisen in Planungsprozesse. Der diskursive Austausch vor Ort qualifiziert und bereichert die analytische und konzeptionelle Projektarbeit.