Nachdem bereits im August 2024 der Entwurf im Ausschuss für Planung, Bauen, Heimat- und Denkmalpflege Warburg vorgestellt wurde, fand nun erstmalig eine öffentliche Präsentation der städtebaulichen Rahmenplanung im Rat der Hansestadt Warburg statt.
Die erarbeitete Rahmenplanung belegt dabei die städtebauliche Machbarkeit für die Entwicklung des Areals der ehemaligen Zuckerfabrik zu einem zukunftsfähigen Mischquartier mit urbanem Charakter. Für die Stadt Warburg kann die Mobilisierung der Fläche die Chance bieten, wohnbauliche und gewerbliche Entwicklungen an einem für die Stadtentwicklung wichtigen Standort, in unmittelbarer Nähe zum Bahnhof zu forcieren.
Zur Schaffung von Urbanität und Lebendigkeit sieht der Entwurf eine große Nutzungsmischung und ‑dichte vor, die sich besonders in einer großen Mischung von Wohnformen widerspiegelt und zur Diversifizierung des Wohnungsmarktes in Warburg beitragen kann.
Gleichzeitig wurden Lösungsmöglichkeiten entwickelt, die ein gesundes und attraktives Wohn- und Arbeitsumfeld schaffen, das zum Aufenthalt einlädt und Nachbarschaftsbildung fördert. Zentrale Maßnahme zur Schaffung hoher Freiraumqualität ist dabei die Abwesenheit des ruhenden Verkehrs im öffentlichen Raum. Vor dem Hintergrund einer flächeneffizienten und klimaangepassten Stadtplanung sieht der Entwurf vielfältige multifunktionale Stadträume und Stadtbausteine vor.
Mit der Entwicklung auf dem ehemaligen Fabrikgelände bietet sich zudem die Gelegenheit, das derzeit isolierte Bahnhofsumfeld im Sinne eines Ankunftsortes sowie zentralen Mobilitätspunktes neu zu gestalten und als Stadt- und Quartierseingang zu integrieren.
Mit der Wahrung und Würdigung der Historie des Ortes bzw. des industriellen Erbes bietet sich die Möglichkeit, eine Einzigartigkeit in Städtebau, Architektur und Freiraumgestaltung zu sichern. Die Umnutzung bestehender baulicher Strukturen kann hierbei nicht nur zur Identitätsbildung des Quartiers beitragen, sondern auch einen nachhaltigen Umgang mit der „grauen Energie“ des Bestandes bezwecken.
Wir bedanken uns für die gute und konstruktive Zusammenarbeit mit den Projektbeteiligten von der Stadt Warburg und NRW.URBAN und wünschen der Stadt für die anstehende Entscheidungsfindung zur Zukunft des Areals alles Gute.