ISEK und VU „Betriebsgelände Hubergroup + angrenzende Bereiche“

Mit der anstehenden Verlagerung des Produktionsstandortes der Hubergroup stehen in Klein Hehlen erhebliche Veränderungen an, die auch auf die umgebende Wohnbebauung ausstrahlen. Welche Nutzungen sollen auf dieser zentral gelegenen Fläche entstehen? Welche Maßnahmen können hier – auch mit Hilfe der Städtebauförderung – sinnvoll umgesetzt werden?

Im Auftrag der Stadt Celle erarbeitet plan-lokal eine Vorbereitende Untersuchung nach § 141 BauGB (VU) sowie ein Integriertes städtebauliches Entwicklungskonzept (ISEK). Die Instrumente sollen einerseits dazu dienen, für das Gelände der Hubergroup sinnvoll Nutzungen und Entwicklungsziele zu ermitteln. Andererseits geht es darum, für das gesamte Quartier, also auch für die an das Firmengelände angrenzende Wohnbebauung Handlungsbedarfe zu identifizieren und Maßnahmen zu benennen. ISEK und VU stellen dabei Instrumente dar, die es der Stadt und ggf. auch den Eigentümer*innen ermöglichen, staatliche Förderung für Maßnahmen in Anspruch zu nehmen.

Im Prozess spielt die Einbindung der Interessen der Akteure eine wichtige Rolle. Bereits im Vorfeld hat die Stadt eine Befragung zu Zielen für das Hubergroup-Gelände durchgeführt. Im laufenden Prozess wird eine – im Rahmen der VU vorgeschriebene – Befragung der Eigentümer*innen durchgeführt. Etwa in der Mitte des Prozesses findet zudem ein Bürgerforum statt, das Interessierten die Möglichkeit bietet, ihre Zielvorstellungen und Anregungen einzubringen. Der Abschluss des Projektes ist für Ende des Jahres angestrebt.

19. September 2025Zukunft des hubergroup-Areals: Bürger*innen diskutieren Zielsetzungen

Am 17. September 2025 veranstaltete plan-lokal gemeinsam mit der Verwaltung eine Bürgerveranstaltung zur Zukunft des hubergroup-Areals in Celle-Klein Hehlen. Das Ziel: bürger*innennah und transparent über den aktuellen Stand des Verfahrens informieren und die Anwesenden aktiv in den Prozess einbinden. Zunächst wurden die Ergebnisse der vorbereitenden Untersuchungen (VU) sowie die nächsten Schritte im Verfahren vorgestellt.

Anschließend stand die Vorstellung der Zielvorstellungen für das integrierte städtebauliche Entwicklungskonzept (ISEK) im Mittelpunkt. In einer interaktiven Phase brachten die Bürgerinnen und Bürger ihre Einschätzungen und Anregungen zu den Themen und Zielvorstellungen ein.

Neben der Stadtbaurätin waren auch Vertreter der hubergroup Deutschland GmbH vor Ort und standen für Fragen und Gespräche zur Verfügung. Das große Interesse und die engagierten Diskussionen zeigten, wie bedeutend die Entwicklung des Areals für den Stadtteil ist. Zum Schluss der Veranstaltung wurde es noch einmal emotional, als der derzeitige Facility Manager des Standortes und selbst Bewohner des Stadtteils Klein Hehlen den Anwesenden für die „jahrzehntelange gute und aufmerksame Nachbarschaft“ dankte.

30. Juni 2025VU + ISEK für den Bereich „Hubergroup-Gelände und angrenzende Bereiche“ in Celle ist gestartet

Im Rahmen eines gemeinsamen Auftakttermins am 25.06.2025 besprachen Mitarbeiter*innen der Stadt Celle und von plan-lokal die Aufgabenstellung sowie die Gestaltung des Planungsprozesses. Sehr aufschlussreich war die gemeinsame Begehung des hubergroup-Areals, wo Vertreter der Geschäftsleitung die Überlegungen zur anstehenden Verlagerung des Produktionsstandortes erläuterten.

Kathrin Feigs
Ihre Ansprechpartnerin bei plan-lokal
+49 231 952083-28
Pauline Thiemann
Ihre Ansprechpartnerin bei plan-lokal
+49 231 952083-31
Olaf Kasper
Ihr Ansprechpartner bei plan-lokal
+49 231 952083-0
Gereon Schmelter
Ihr Ansprechpartner bei plan-lokal
+49 231 952083-38

Projektdaten

Laufzeit

2025

Auftraggeber

Stadt Celle
Fachdienst 62 – Städtebauförderung
Nicole Tillmann

Werkzeuge

Aktivierende Beteiligung
Aktionen einer aktivierenden Beteiligung (z. B. Stadtteilputz, Pflanzaktionen, Wohnumfeldgestaltung) fördern bürgerschaftliches Engagement und erhöhen die Identifizierung mit Quartieren oder dem individuellen Wohnumfeld.
Bürgerbefragungen
Um repräsentative Aussagen zu Einschätzungen und Positionen der Bürgerschaft zu erlangen, bieten sich Bürgerbefragungen in schriftlicher oder telefonischer Art an. Bei dieser Art von Meinungsbefragung steht weniger die Tiefe einer Aussage im Vordergrund, sondern die präzise statistische Auswertung.
Bürgerforen
Bürgerforen richten sich offen an einen im Vorfeld zu definierenden Bevölkerungskreis. Hierbei kann es sich um die gesamte Bürgerschaft einer Stadt handeln, aber ebenso um die eines Stadtteils oder eines Quartiers. Die Foren können sowohl thematisch offen sein, wie auch auf konkrete Fragestellungen ausgerichtet werden. Bei komplexen Projekten der Stadt-, Gemeinde- oder Dorfentwicklung bieten sich Bürgerforen z. B. als Auftakt- und Abschlussveranstaltung an.