Am Donnerstag, den 26. März 2026, fiel in der Aula der David-Roentgen-Schule der Startschuss für die Weiterentwicklung der Stadtentwicklungsstrategie von Neuwied. Rund 80 Bürgerinnen und Bürger aus unterschiedlichen Bereichen der Stadtgesellschaft waren der Einladung gefolgt, um sich aktiv einzubringen und ihre Sichtweisen zu teilen.
Bereits vor dem offiziellen Beginn der Veranstaltung wurden die Teilnehmenden über eine auf der Leinwand eingeblendete digitale Mentimeter-Abfrage eingeladen, ihre Einschätzungen zur Stadt Neuwied abzugeben. So konnten erste Stimmungsbilder eingefangen und sichtbar gemacht werden.
Nach der Begrüßung durch den Schulleiter, den Oberbürgermeister sowie plan-lokal wurde deutlich: Dieser Abend markiert den Auftakt eines längerfristigen Prozesses. Ziel ist es, gemeinsam mit den Menschen vor Ort ein Bild davon zu entwickeln, wie sich Neuwied bis zum Jahr 2040 weiterentwickeln soll. Die Perspektiven der Bürgerschaft spielen dabei eine zentrale Rolle.
Den Schwerpunkt der Veranstaltung bildete eine offene Aktivphase an sechs thematischen Inseln. Hier konnten die Teilnehmenden frei zwischen den Themen wechseln und ihre Erfahrungen, Einschätzungen und Ideen einbringen. Ziel war es, das Alltagswissen der Bürgerinnen und Bürger sichtbar zu machen, zentrale Themen herauszuarbeiten und unterschiedliche Perspektiven zusammenzuführen.
Die Beteiligung orientierte sich an drei Leitfragen: Wie ist es heute? Was verändert sich gerade? Und wie soll es 2040 sein? Zunächst wurden Stärken und Probleme der aktuellen Situation benannt. Anschließend ging es um wahrgenommene Entwicklungen – verbunden mit Hoffnungen und Sorgen. Abschließend formulierten die Teilnehmenden konkrete Vorstellungen für die Zukunft und beschrieben, woran sich eine positive Entwicklung erkennen ließe.
Die sechs Themeninseln deckten dabei zentrale Bereiche der Stadtentwicklung ab: Wohnen und Alltag, Stadtbild und öffentliche Räume, Mobilität, Umwelt und Klima, gesellschaftliches Miteinander sowie Wirtschaft und Arbeit. Insgesamt zeigte sich eine hohe Beteiligungsbereitschaft und ein breites Spektrum an Beiträgen – von ganz persönlichen Alltagserfahrungen bis hin zu übergeordneten Entwicklungsperspektiven für die gesamte Stadt.
Die Ergebnisse aus den Themeninseln wurden anschließend zusammengeführt und im Plenum vorgestellt. So entstand ein erster gemeinsamer Überblick darüber, was die Menschen in Neuwied bewegt – heute und mit Blick auf die Zukunft.
Zum Abschluss der Veranstaltung wurde der Blick gezielt nach vorne gerichtet: In einer weiteren digitalen Mentimeter-Abfrage konnten die Teilnehmenden ihre Erwartungen und Zukunftsbilder für das Jahr 2040 formulieren. Ziel war es, ein gemeinsames Zukunftsbild zu skizzieren und zentrale Leitvorstellungen für die weitere Stadtentwicklung sichtbar zu machen.
Die Ergebnisse des Auftaktforums fließen nun in den weiteren Beteiligungsprozess ein. Dazu gehören unter anderem eine Online-Beteiligung, Veranstaltungen in den Stadtteilen sowie spezielle Angebote für Kinder und Jugendliche. Ziel bleibt es, möglichst viele Perspektiven einzubeziehen und gemeinsam eine tragfähige Vision für Neuwied im Jahr 2040 zu entwickeln.