Fortschreibung der Stadtentwicklungsstrategie 2030 der Stadt Neuwied

plan-lokal begleitet die Fortschreibung der Stadtentwicklungsstrategie 2030+ für Neuwied. Gemeinsam mit Verwaltung, Politik und Stadtgesellschaft entsteht eine zukunftsfähige, breit legitimierte Strategie, die Orientierung gibt und die Entwicklung der Deichstadt aktiv gestaltet.

plan-lokal begleitet die Stadt Neuwied bei der Fortschreibung der Stadtentwicklungsstrategie 2030+. Ziel ist es, gemeinsam mit Verwaltung, Politik und Stadtgesellschaft ein zukunftsfähiges, identitätsstiftendes und umsetzungsstarkes Fundament für die kommenden Jahre zu schaffen.
Im Mittelpunkt steht ein partizipativer Prozess, der fachliche Aspekte – von Stadtentwicklung, Mobilität und Klima über Wirtschaft bis hin zu sozialer Teilhabe – mit einer lebendigen Beteiligungskultur verbindet. plan-lokal setzt dabei auf einen breit angelegten Dialog, der Verwaltung, indem neben Auftakt- und Ausblicksforen, Ortsbezirkswerkstätten und zielgruppenspezifischen Formaten auch aufsuchende Beteiligungen („Dialoge to go“) und digitale Werkzeuge wie das PLAN-PORTAL zum Einsatz kommen.
So entsteht ein Prozess, der Transparenz und Mitwirkung auf allen Ebenen fördert und Neuwied in seiner ganzen Vielfalt abbildet. Im Ergebnis wird eine Strategie erarbeitet, die die Zukunft der Deichstadt aktiv gestaltet und dauerhaft in Verwaltung und Stadtgesellschaft verankert.

16. April 2026Mitreden auf dem Gartenmarkt: Ideen für Neuwied gesammelt

Am 11. und 12. April war plan-lokal mit Vertreter*innen der Stadt Neuwied mit einem Beteiligungsstand auf dem Gartenmarkt vertreten, um mit möglichst vielen Bürgerinnen und Bürgern direkt ins Gespräch zu kommen. Das Angebot war bewusst offen und unkompliziert gestaltet: Vorbeikommen, mitmachen, Ideen teilen.

In zwei Pavillons konnten Besucherinnen und Besucher an verschiedenen Stationen ihre Meinung einbringen. Dabei ging es zum einen um die Frage, wie Neuwied heute wahrgenommen wird – etwa über ein Stimmungsbarometer zur Lebensqualität. Zum anderen wurde der Blick in die Zukunft gerichtet: Mit einem „Zukunftsrad“ konnten Themen ausgelost und Wünsche für das Jahr 2040 formuliert werden. Auch kreative Zukunftsschlagzeilen machten deutlich, wie sich viele ihre Stadt von morgen vorstellen.

Wer eigene Ideen hatte, konnte diese unabhängig von den vorgegebenen Themen aufschreiben und an einer „Zukunftsleine“ sichtbar machen. So entstand nach und nach eine bunte Sammlung von Anregungen, die auch andere zum Weiterlesen und Weiterdenken einlud.

31. März 2026Gemeinsam Neuwied gestalten: Erfolgreicher Auftakt zur Stadtentwicklungsstrategie 2040

Am Donnerstag, den 26. März 2026, fiel in der Aula der David-Roentgen-Schule der Startschuss für die Weiterentwicklung der Stadtentwicklungsstrategie von Neuwied. Rund 80 Bürgerinnen und Bürger aus unterschiedlichen Bereichen der Stadtgesellschaft waren der Einladung gefolgt, um sich aktiv einzubringen und ihre Sichtweisen zu teilen.

Bereits vor dem offiziellen Beginn der Veranstaltung wurden die Teilnehmenden über eine auf der Leinwand eingeblendete digitale Mentimeter-Abfrage eingeladen, ihre Einschätzungen zur Stadt Neuwied abzugeben. So konnten erste Stimmungsbilder eingefangen und sichtbar gemacht werden.

Nach der Begrüßung durch den Schulleiter, den Oberbürgermeister sowie plan-lokal wurde deutlich: Dieser Abend markiert den Auftakt eines längerfristigen Prozesses. Ziel ist es, gemeinsam mit den Menschen vor Ort ein Bild davon zu entwickeln, wie sich Neuwied bis zum Jahr 2040 weiterentwickeln soll. Die Perspektiven der Bürgerschaft spielen dabei eine zentrale Rolle.

Den Schwerpunkt der Veranstaltung bildete eine offene Aktivphase an sechs thematischen Inseln. Hier konnten die Teilnehmenden frei zwischen den Themen wechseln und ihre Erfahrungen, Einschätzungen und Ideen einbringen. Ziel war es, das Alltagswissen der Bürgerinnen und Bürger sichtbar zu machen, zentrale Themen herauszuarbeiten und unterschiedliche Perspektiven zusammenzuführen.

Die Beteiligung orientierte sich an drei Leitfragen: Wie ist es heute? Was verändert sich gerade? Und wie soll es 2040 sein? Zunächst wurden Stärken und Probleme der aktuellen Situation benannt. Anschließend ging es um wahrgenommene Entwicklungen – verbunden mit Hoffnungen und Sorgen. Abschließend formulierten die Teilnehmenden konkrete Vorstellungen für die Zukunft und beschrieben, woran sich eine positive Entwicklung erkennen ließe.

Die sechs Themeninseln deckten dabei zentrale Bereiche der Stadtentwicklung ab: Wohnen und Alltag, Stadtbild und öffentliche Räume, Mobilität, Umwelt und Klima, gesellschaftliches Miteinander sowie Wirtschaft und Arbeit. Insgesamt zeigte sich eine hohe Beteiligungsbereitschaft und ein breites Spektrum an Beiträgen – von ganz persönlichen Alltagserfahrungen bis hin zu übergeordneten Entwicklungsperspektiven für die gesamte Stadt.

Die Ergebnisse aus den Themeninseln wurden anschließend zusammengeführt und im Plenum vorgestellt. So entstand ein erster gemeinsamer Überblick darüber, was die Menschen in Neuwied bewegt – heute und mit Blick auf die Zukunft.

Zum Abschluss der Veranstaltung wurde der Blick gezielt nach vorne gerichtet: In einer weiteren digitalen Mentimeter-Abfrage konnten die Teilnehmenden ihre Erwartungen und Zukunftsbilder für das Jahr 2040 formulieren. Ziel war es, ein gemeinsames Zukunftsbild zu skizzieren und zentrale Leitvorstellungen für die weitere Stadtentwicklung sichtbar zu machen.

Die Ergebnisse des Auftaktforums fließen nun in den weiteren Beteiligungsprozess ein. Dazu gehören unter anderem eine Online-Beteiligung, Veranstaltungen in den Stadtteilen sowie spezielle Angebote für Kinder und Jugendliche. Ziel bleibt es, möglichst viele Perspektiven einzubeziehen und gemeinsam eine tragfähige Vision für Neuwied im Jahr 2040 zu entwickeln.

Benjamin Zeilinger
Ihr Ansprechpartner bei plan-lokal
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Thomas Scholle
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Olaf Kasper
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Projektdaten

Laufzeit

10/2025-03/2027

Auftraggeber

Stadt Neuwied
Stadtbauamt

Alessa Strubel

Werkzeuge

Aktivierende Beteiligung
Aktionen einer aktivierenden Beteiligung (z. B. Stadtteilputz, Pflanzaktionen, Wohnumfeldgestaltung) fördern bürgerschaftliches Engagement und erhöhen die Identifizierung mit Quartieren oder dem individuellen Wohnumfeld.
PLAN-PORTAL
Mit der Eigenentwicklung des Online-Beteiligungstools PLAN-PORTAL wird eine umfassende Plattform zur interaktiven Bürgerbeteiligung angeboten, die sich durch hohe Anwenderfreundlichkeit und Flexibilität auszeichnet.
Politikworkshops
Zur intensiven Einbeziehung der Politik in Planungsverfahren bietet sich die Durchführung von Politikworkshops an. Sie bieten Möglichkeiten zur intensiven fachlichen Auseinandersetzung mit Planungsverfahren sowie zum informellen Austausch fachlicher und politischer Positionen.
Runder Tisch
Soll bei einem klar umrissenen Teilnehmerkreis eine Einigung zu bestimmten Fragestellungen erreicht werden, bietet sich die Durchführung eines Runden Tisches an. Das genaue Sondieren von bestehenden Interessen und Zielen, das Aufdecken möglicher Konflikte und vor allem die Suche nach Konsenskorridoren charakterisieren die Arbeit eines Runden Tisches.
Stadtteilkonferenzen und -werkstätten
Stadtteilkonferenzen oder -werkstätten können z. B. im Rahmen von Stadterneuerungsprojekten durchgeführt werden, um zentrale Akteure und engagierte Bürger in Stadtentwicklungsprozesse einzubinden.
Workshops
Das mögliche Spektrum von Workshops ist hinsichtlich der Fragestellungen, Themen, Zielgruppen und Veranstaltungsformate weit gespannt. Jeder Workshop bzw. jede Workshopreihe wird individuell entworfen und methodisch konzipiert. Die Klärung der Rahmenbedingungen und Veranstaltungsziele sowie der Erwartungen und Erfolgskriterien erfolgt im Rahmen der Abstimmung mit dem Auftraggeber und bildet die Basis für die konzeptionelle Vorbereitung.
Zukunftswerkstätten, World Café, Open Space & Co
Das konzeptionelle Grundgerüst von Workshops basiert auf unterschiedlichen Methoden. Eine der Wesentlichen davon ist die Zukunftswerkstatt (nach Robert Jungk), die sich in ihren Grundüberlegungen und Arbeitsweisen in nahezu allen Workshopkonzepten wiederfindet. World Café und Open Space eröffnen methodisch die Möglichkeit mit großen Gruppen zu arbeiten und dabei ein individuelles Einbringen aller Teilnehmer zu ermöglichen. Abgerundet durch eigene Formatentwicklungen wird für jeden Workshop das methodische Fundament gefunden.
Bürgerforen
Bürgerforen richten sich offen an einen im Vorfeld zu definierenden Bevölkerungskreis. Hierbei kann es sich um die gesamte Bürgerschaft einer Stadt handeln, aber ebenso um die eines Stadtteils oder eines Quartiers. Die Foren können sowohl thematisch offen sein, wie auch auf konkrete Fragestellungen ausgerichtet werden. Bei komplexen Projekten der Stadt-, Gemeinde- oder Dorfentwicklung bieten sich Bürgerforen z. B. als Auftakt- und Abschlussveranstaltung an.