Moderation des Beteiligungsprozesses zur Erarbeitung des Flächennutzungsplans 2045

plan-lokal moderiert für die Stadt Wilhelmshaven den umfassenden Beteiligungsprozess zur Aufstellung des Flächennutzungsplans 2045. Mit vielfältigen analogen und digitalen Formaten werden Bürger*innen, Politik und Fachakteure aktiv in die Zukunftsgestaltung der Stadt eingebunden.

plan-lokal moderiert und begleitet für die Stadt Wilhelmshaven den umfassenden Beteiligungsprozess zur Aufstellung des Flächennutzungsplans (FNP) 2045. Ziel ist es, gemeinsam mit Bürger*innen, Politik, Verwaltung und Fachakteuren eine tragfähige Grundlage für die zukünftige Stadtentwicklung zu schaffen.

Im Mittelpunkt steht ein breit angelegter Dialogprozess, der alle relevanten Gruppen der Stadtgesellschaft einbindet. Neben klassischen Präsenzformaten wie Auftakt- und Transferforen, Stadtbezirkswerkstätten sowie zielgruppenspezifischen Workshops kommen auch digitale Beteiligungsinstrumente – insbesondere das von plan-lokal entwickelte PLAN-PORTAL – zum Einsatz. Dadurch werden Beteiligungsmöglichkeiten niedrigschwellig, transparent und für alle Generationen zugänglich gestaltet.

Der moderierte Beteiligungsprozess schafft Raum für den Austausch unterschiedlicher Perspektiven, die Diskussion zentraler Zukunftsthemen und die gemeinsame Formulierung von Leitbildern für das Wilhelmshaven von morgen. So entsteht ein Flächennutzungsplan, der nicht nur planerisch fundiert, sondern auch gesellschaftlich breit getragen ist.

15. Januar 2026Öffentliches Auftaktforum zum Flächennutzungsplan 2045: Bürger:innen gestalten die Zukunft Wilhelmshavens mit

Am Donnerstag, 8. Januar 2026, fiel mit dem Öffentlichen Auftaktforum der offizielle Startschuss für den umfassenden Beteiligungsprozess zur Aufstellung des Flächennutzungsplans (FNP) 2045 der Stadt Wilhelmshaven.

Mehr als 100 interessierte Bürger*innen folgten der Einladung in die Aula des Neuen Gymnasiums Wilhelmshaven, um sich frühzeitig zu informieren und aktiv in den Planungsprozess einzubringen. Nikša Marušić, Stadtbaurat der Stadt Wilhelmshaven, eröffnete die Veranstaltung um 19 Uhr und betonte die Bedeutung des Flächennutzungsplans als strategisches Instrument für eine nachhaltige, lebenswerte und zukunftsorientierte Stadtentwicklung. Durch den weiteren Abend führte Thomas Scholle vom Büro plan-lokal.

Zu Beginn erhielten die Teilnehmenden einen verständlichen Überblick über Ziele, Inhalte und den Stellenwert des neuen Flächennutzungsplans. Britta Dirks, Federführung Flächennutzungsplanung im Fachbereich Stadtplanung und Stadterneuerung, erläuterte die grundlegenden Aufgaben des FNP und ordnete dessen Bedeutung für die langfristige Entwicklung Wilhelmshavens ein. Anschließend stellte Benjamin Zeilinger von plan-lokal den geplanten, vielseitigen Beteiligungsprozess vor und gab einen Ausblick auf die kommenden Beteiligungsformate.

Darauf folgten kompakte Input-Vorträge zu den vier Themenbereichen, die den weiteren Abend strukturierten und die Grundlage für die anschließende Ideenfindung bildeten: Wohnen, Stadtgestaltung und soziale Infrastruktur; Wirtschaft, Kultur und Tourismus; Natur, Umwelt und Klima sowie Verkehr und Mobilität.

In der von plan-lokal vorbereiteten Aktivphase waren alle Anwesenden eingeladen, ihre Perspektiven, Einschätzungen und Ideen einzubringen. Im Foyer der Aula wurden vier sogenannte Themeninseln aufgebaut, die den genannten Bereichen gewidmet waren. Mithilfe von Klebepunkten konnten die Teilnehmenden Bewertungen vornehmen und Schwerpunkte setzen. Zusätzlich boten handschriftliche Notizzettel Raum für Kritik, konkrete Vorschläge, Visionen oder persönliche Kommentare zur zukünftigen Entwicklung der Stadt.

Zum Abschluss des Abends wurden die Ergebnisse der Themeninseln in eine offene Talkrunde überführt. Gemeinsam mit eingeladenen Vertreter*innen unterschiedlicher Institutionen wurden zentrale Eindrücke, Erkenntnisse und offene Fragen reflektiert. An der Gesprächsrunde beteiligten sich: Florian Carius (Nationalparkverwaltung Niedersächsisches Wattenmeer), Dorothee Jüttner, (ADFC) und Sascha Brückner (StadtElternRat Wilhelmshaven). Den offiziellen Abschluss bildeten ein zusammenfassendes Fazit von Stadtbaurat Nikša Marušić sowie ein Ausblick auf die nächsten Schritte durch das Team von plan-lokal.

Parallel zur Präsenzveranstaltung startete eine vierwöchige Online-Beteiligung unter www.plan-portal.de/wilhelmshaven2045, die allen Interessierten bis Freitag, 6. Februar 2026 die Möglichkeit bietet, zeit- und ortsunabhängig Hinweise und Anregungen einzureichen.

Der Beteiligungsprozess wird in den kommenden Monaten fortgesetzt: Für das Frühjahr und den Sommer sind fünf Stadtbereichsdialoge in den Familienzentren geplant. Ergänzend soll ein Zielgruppenworkshop für Jugendliche direkt an einer Schule stattfinden.

plan-lokal freut sich auf eine weiterhin rege Beteiligung der Stadtgesellschaft.

Benjamin Zeilinger
Ihr Ansprechpartner bei plan-lokal
+49 231 952083-14
Thomas Scholle
Ihr Ansprechpartner bei plan-lokal
+49 231 952083-0

Projektdaten

Laufzeit

10/2025-01/2027

Auftraggeber

Stadt Wilhelmshaven
Fachbereich Stadtplanung und Stadterneuerung, Abteilung Bauleitplanung

Werkzeuge

Aktivierende Beteiligung
Aktionen einer aktivierenden Beteiligung (z. B. Stadtteilputz, Pflanzaktionen, Wohnumfeldgestaltung) fördern bürgerschaftliches Engagement und erhöhen die Identifizierung mit Quartieren oder dem individuellen Wohnumfeld.
PLAN-PORTAL
Mit der Eigenentwicklung des Online-Beteiligungstools PLAN-PORTAL wird eine umfassende Plattform zur interaktiven Bürgerbeteiligung angeboten, die sich durch hohe Anwenderfreundlichkeit und Flexibilität auszeichnet.
Politikworkshops
Zur intensiven Einbeziehung der Politik in Planungsverfahren bietet sich die Durchführung von Politikworkshops an. Sie bieten Möglichkeiten zur intensiven fachlichen Auseinandersetzung mit Planungsverfahren sowie zum informellen Austausch fachlicher und politischer Positionen.
Runder Tisch
Soll bei einem klar umrissenen Teilnehmerkreis eine Einigung zu bestimmten Fragestellungen erreicht werden, bietet sich die Durchführung eines Runden Tisches an. Das genaue Sondieren von bestehenden Interessen und Zielen, das Aufdecken möglicher Konflikte und vor allem die Suche nach Konsenskorridoren charakterisieren die Arbeit eines Runden Tisches.
Stadtteilkonferenzen und -werkstätten
Stadtteilkonferenzen oder -werkstätten können z. B. im Rahmen von Stadterneuerungsprojekten durchgeführt werden, um zentrale Akteure und engagierte Bürger in Stadtentwicklungsprozesse einzubinden.
Workshops
Das mögliche Spektrum von Workshops ist hinsichtlich der Fragestellungen, Themen, Zielgruppen und Veranstaltungsformate weit gespannt. Jeder Workshop bzw. jede Workshopreihe wird individuell entworfen und methodisch konzipiert. Die Klärung der Rahmenbedingungen und Veranstaltungsziele sowie der Erwartungen und Erfolgskriterien erfolgt im Rahmen der Abstimmung mit dem Auftraggeber und bildet die Basis für die konzeptionelle Vorbereitung.
Zukunftswerkstätten, World Café, Open Space & Co
Das konzeptionelle Grundgerüst von Workshops basiert auf unterschiedlichen Methoden. Eine der Wesentlichen davon ist die Zukunftswerkstatt (nach Robert Jungk), die sich in ihren Grundüberlegungen und Arbeitsweisen in nahezu allen Workshopkonzepten wiederfindet. World Café und Open Space eröffnen methodisch die Möglichkeit mit großen Gruppen zu arbeiten und dabei ein individuelles Einbringen aller Teilnehmer zu ermöglichen. Abgerundet durch eigene Formatentwicklungen wird für jeden Workshop das methodische Fundament gefunden.